Yagenji

Yagenji Koi Farm, Mushigame, Niigata

Yagenji5Yagenji0Der Großvater der Familie Ishihara Gunji war Koi Hobbyist. 1958 begann die Familiengeschichte der Koi Zucht. Die Familie fing an die höher gelegenen Bewässerungsteiche der Reisfelder für die Koi Zucht zu nutzen. Man besetzte diese Teiche mit je einem Satz Zuchtfische und erntet im Herbst ab. Die erste Selektion erfolgte mit diesem Abernten. Die Reisfelder der Familie wurden nie zur Aufzucht der Jungfische verwendet. Der Anbau von Koi und Reis erfolgte bei dieser Familie immer getrennt. 1965 begann man dann mit der professionellen Koi Zucht. Innerhalb eines Jahres wurde die Hälfte der Reisfelder in Naturteiche umgewandelt. Bereits 1970 wurde das erste Koi Haus erbaut. Und 1985 erfolgte der erste Export von Koi nach Europa. 1995 wurde das Geschäft mit den Koi für die Familie noch interessanter und es wurden weitere Fischhäuser errichtet. In den Anfängen züchtete die Familie Kohaku der Tomoin Blutlinie sowie Sanke der Sadazo Linie.

Von 1982 bis 1985 hatte die Farm große Erfolge bei der Tokyo Koi Show mit den Sanke Nachzuchten. Dieser Erfolg mit Sanke ist auf das Einkreuzen der Kichinai Linie in die bestehende Sadazo Linie zurückzuführen. Der spezielle Vorteil der Kichinai Linie ist ihr purpurfarbenes Rot, wobei das Sumi erst sehr spät erscheint. Tategoi dieser Abstammung zeigen somit in ihrer Jugend eine Kohaku Zeichnung. Die Kichinai Blutlinie stammt aus dem Gebiet Kawagutchi. Heute ist die Yagenji Koi Farm für ihre Shiro Utsuri und Kikusui Zuchten bekannt. Die Linie der Shiro Utsuri stammt von der Ohya Koi Farm. Man begann die Zucht mit einem weiblichen Tier der Marusaka Koi Farm und mit männlichen Fischen der Ohya Koi Farm. Die heute gezüchteten Shiro Utsuri erlangen erst sehr spät ihr endgültiges Erscheinungsbild. Im Alter von vier Jahren ändern sie sowohl ihre Hautqualität als auch ihre Zeichnung, wobei die Verteilung der Zeichnung von Jugend an festgelegt ist, nicht jedoch ihre endgültige Platzierung. Leider fielen die Hauptzuchtfische der Farm dem Erdbeben zum Opfer. Zur Zeit des Interviews traf ich die Familie im Wohnhaus des ältesten Sohns, unten im Tal zwischen Ojiya und Nagaoka, an. Das Stammhaus oben in den Bergen wurde zerstört, auch die Fischhäuser waren unbrauchbar. In der Nähe des Niigata Airports hatte man für die Ernte der im Naturteich überlebten Koi eine alte Koi Haltungsanlage gemietet. Die wertvollen Tategoi der Farm waren auf der Momotaro Koi Farm, in der Nähe

von Hiroshima, untergebracht. Zu dieser Farm bestehen gute Beziehungen, denn der ältere Bruder hat seine Lehrzeit auf der Momotaro Koi Farm bei Maeda verbracht. Die Zuchtziele der Yagenji Koi Farm werden von den Go Sanke Varietäten geprägt. In der Zeit vor dem Erdbeben züchtete man mit 30 Paaren. 16 Zuchtpaare habe das Erdbeben überlebt. Diese teilen sich auf in:
5 Tomoin Kohaku
4 Sadazo Sanke
5 Dainichii Showa
1 Ohya Shiro Utsuri
1 Aoki Kikusui verpaart mit Asahia
Kikusui
Diese 16 Verpaarungen sind Zuchtfische, die gute Nachkommen bringen. 14 weitere Zuchtpaare sind Versuche, um wieder Paare zu finden, die die gewünschte Qualität erzeugen. Die Farm hat
> 30.000 Quadratmeter Zuchtareal,
> 50.000 Quadratmeter Mudponds, aufgeteilt in 30 Teiche
Insgesamt werden pro Jahr
> 30.000 bis 40.000 Tosai,
> 1.000 Nisai und
> 80 bis 200 Sansai auf der Farm produziert

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