Maruboshi

Maruboshi Koi Farm, Nagaoka, Niigata

DSCF9021DSC11Die Familie Hoshino ernährte sich ursprünglich vom Reisanbau. 1968 verdienten die Maruboshi Brüder ihr Geld, indem sie Koi Larven bei Züchtern aufkauften und diese größer zogen, um sie dann an Geschäfte zu verkaufen, die Angelteiche unterhielten. Für diese Angelteiche konnte sich jeder für wenig Geld eine Tageskarte kaufen mit der es ihm dann möglich war, sich seine Koi selbst zu angeln. In einigen alten japanischen Koi Büchern findet man noch Aufzeichnungen über diese Art des Verkaufs schlechter Koi Qualitäten. Die Maruboshi Brüder versuchten so viele Koi wie möglich auf Größe zu bringen, um sie dann gewinnbringend zu veräußern. Ab etwa 1985 änderte sich der Koi Markt grundlegend. An schlechter Qualität hatte in Japan niemand mehr Interesse, auch die Geschäfte in denen man Koi selbst angeln konnte wurden immer weniger. Die Brüder fingen an ihre Marktausrichtung zu ändern. Man begab sich auf die Suche nach guten Elterntieren und wollte mit der Koi Zucht selbst beginnen. In den eigenen Aufzuchtteichen fand sich ein Kohaku Paar mit dem sie es versuchen wollten. Die Jungfische dieser Verpaarung waren sehr schön, ließen sich jedoch nur schlecht verkaufen. Der Grund lag darin, dass die potentiel-

len Kunden lieber die unscheinbar wirkenden Jungfische von namhaften Farmen wie Dainichi kauften. Die Brüder verstanden dies nicht. Nach einigen Jahren der Zucht war klar, dass sich die Entwicklung der damaligen Maruboshi Kohaku und der Kohaku anderer Züchter deutlich unterschieden. Während die Dainichi Fische immer besser wurden, fiel die Qualität der Maruboshi Fische beim Heranwachsen stark ab. Die Brüder begannen umzudenken und von den Züchtern in den Bergen zu lernen. Ihre erste wirklich gute Verpaarung bestand aus einem Manzo Weibchen, erworben von Sakuma Isawa, und einem Murata Männchen. Heute züchtet die Maruboshi Koi Farm mit einer sehr berühmten Verpaarung. Das Weibchen ist der Grand Champion der Shinkokai und das Männchen, das aus einer Verpaarung Sensuke mit Sakai abstammt, hat den Kukujo Preis gewonnen. Für den europäischen Markt war die Maruboshi Koi Farm bislang wenig von Interesse. Wenn Händler aus Übersee zum ersten Mal die Farm betraten und realisierten, dass hier nur Kohaku gezüchtet werden, gingen sie meist wieder ohne etwas zu kaufen. Nach dem Erdbeben jedoch, ist das Angebot weniger geworden und somit kauften diese Händler auch bei Züchtern die nicht eine ganze Palette an Varietäten anzubieten haben. Das Farmgelände liegt in der Ebene vor Nagaoka auf der linken Seite, wenn man von Ojiya aus die alte Straße befährt. Das war auch der Grund, weshalb hier bei dem Erdbeben 2004 auch so gut wie nichts zerstört wurde. Heute steht der Name Maruboshi nicht für eine bestimmte Blutlinie, vielmehr bringt man zum Ausdruck, wenn man von Maruboshi Kohaku spricht, dass man Kohaku höchster Qualität meint. Es wird sehr auf die Verbesserung und den Erhalt der Körperform und der Farbqualität geachtet, die Zeichnung steht nur an letzter Stelle.

Die Maruboshi Koi Farm zählt heute zu den führenden fünf Kohaku Farmen Japans. Viele Erfolge bei großen japanischen Wettbewerben zeugen hiervon. Charakteristisch ist auch die gute Körperform. Betrachtet man die Fotos der Champions, so fällt auch die teilweise feine Trennlinie auf der Schulter auf, welche die rote Zeichnungselemente in Form eines feinen weißen Bandes voneinander trennt. Die Maruboshi Koi Farm züchtet mit zwei Zuchtpaaren Kohaku. Anfang Juni, nach der ersten Selektion wird dann entschieden, ob noch eine dritte Verpaarung angesetzt wird, um den Zuchterfolg sicherzustellen.
> 2000 Tosai, 70 Tosai Tategoi
> 100 Nissai, 30 Nissai Tategoi
> 30 Sansai.
Alle Nachzuchten sind spätestens im Alter von drei Jahren verkauft.
> 12.000 Quadratmeter Zuchtgebiet Shoji Hoshino
> 10.000 Quadratmeter Zuchtgebiet
Toshio Hoshino
> 25.000 Quadratmeter Mudponds
verteilt auf 15 Naturteiche.

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