Shinoda

Shinosai Koi Farm, Koguriyama, Niigata

DSCN1568DSCF101951 begann Masaru Shinoda mit der Koi Zucht. Er lernte diesen Beruf von Chutarou Hiroi, dem Großvater der Hiroi Koi Farm (Koguriyama) und von Kawakami, dem Gründer der Jurosuke Koi Farm (Urakawa). In dieser Zeit züchtete Masaru Kohaku und Sanke. 1961 stieg auch der Sohn Susumu mit 18 Jahren in das Koi Geschäft ein. Er arbeitete für die Jurosuke Koi Farm und brachte für diese Koi mit dem Zug nach Hiroshima. In Hiroshima hatte Kawakami einen sehr guten Kunden, Herrn Tamaki. Tamaki fragte eines Tages Susumu, ob er ihm nicht für eine Woche aushelfen könnte. Aus dieser Woche wurden drei Jahre.

Tamaki züchtete mit wenigen Verpaarungen, in der Hauptsache Showa. Susumu zeigte ihm neue Wege, so wie man in Niigata die Koi Zucht betrieb. Den größten Teil seiner Koi kaufte Tamaki in Niigata hinzu. Anfang der 60er Jahre erlebte Japan einen wahren Koi Boom. Die Züchter in Niigata waren nicht einmal mehr fähig die Koi vom LKW abzuladen und im Fischhaus unterzubringen. Hatte man den Tag der Ernte preisgegeben, standen bereits viele Händler im Hof der Farm, um die Koi direkt vom LKW einzukaufen. Anfang der 90er Jahre verschob sich das Gleichgewicht zwischen der Inlandsnachfrage und dem Bedarf der ausländischen Märkte, sodass die Züchter in der glücklichen Lage waren, den gesunkenen inländischen Absatz nach Nishikigoi durch die gestiegene Nachfrage der Überseemärkte auszugleichen. Innerhalb Japans waren nur noch die absoluten Spitzentiere zu verkaufen, die dann von vermögenden Privatleuten zu Koi Ausstellungen gebracht wurden, nicht zuletzt, um die finanzielle Stärke ihrer Unternehmen zu demonstrieren. Die Standardqualität wurde von nun an ins Ausland geliefert. 1990 begann Masaru mit der Zucht von Doitsu GoSanke.

Ursprung war ein Doitsu Kohaku Weibchen, das Masaru von seiner Frau, die wie der Kohaku auch aus Yamakoshi stammte, geschenkt bekam. Dieser Doitsu Kohaku ist der Ursprung aller heute existierender Doitsu Go-Sanke Varianten. Masaru begann mit der Doitsu Zucht als diese Varianten sehr selten waren. Aber auch der Markt verlangte nicht nach unbeschuppten Koi. Seine Doitsu Linie war die einzige, die Doitsu Koi hervorbrachte, die das Potenzial besaßen über 60 Zentimeter zu wachsen. Masaru Shinoda achtete sehr genau darauf, dass er keine Koi an Züchter verkaufte, die im Stande waren die direkte Linie zu vererben. Jedoch verkaufte er seine Doitsu Tiere an Privatleute, die diese, für die Zucht interessanten Fische, dann doch auch an andere Züchter verliehen oder verkauften. Somit fand die Doitsu Linie auch bei anderen Farmen eine Heimat. Masaru analysierte die Koi Welt sehr genau und kam zu dem Schluss, dass auch keine Ginrin Linien existierten, die über ein zufrieden stellendes Wachstum verfügten. In dieser Feststellung fand er sein nächstes Ziel. Er wollte Ginrin Varianten züchten, die über ein genauso gutes Wachstum verfügten, wie die normal beschuppten Varianten. Er mietete ein Ginrin Showa Weibchen von der Suda Koi Farm (Kilifisch Suda) sowie ein normal beschupptes Showa Männchen (Dainichi Blut) von Kuniasu (Hiroi Koi Farm) und ein Hi Utsuri Männchen von Hirachin. Zusätzlich brachte er ein Doitsu Showa Männchen aus seiner eigenen Zucht ein. Das Showa Weibchen von Suda hatte auch einen Anteil an Hirenaga Blut (Langflossen Koi). Dieses Weibchen, verpaart mit dem Showa von Kuniasu, erbrachte fünf sehr gute Jungtiere. Der 93 Zentimeter große Ginrin Showa, der die Nogyosai gewann, war einer dieser überragenden Jungfische. Das Merkmal der langen Flossen beobachtete Masaru bei den Nachkommen nicht. Insgesamt gesehen erbrachte jedoch die Verpaarung Hi Utsuri mit normal beschuppten Showa die besten Ergebnisse. Susumu Shinoda beschreibt seinen Vater heute als einen Visionär. Er züchtete Doitsu Go-Sanke, obwohl der Markt nicht nach dieser Variante verlangte. Er begann Ginrin Varianten zu züchten, in einer Zeit in der Ginrin Fische kein ausreichendes Wachstum zeigten und der Markt nach immer größer werdenden GoSanke verlangte. Seine heutigen Doitsu GoSanke, Showa und Sanke Linien und die Varietäten Hi Utsuri und Kage Hi Utsuri gehen alle auf die beschriebenen Verpaarungen zurück. Im Jahr 2002 verstarb Masaru. Nach dem Erdbeben im Oktober 2004 rettete man die wertvollsten Koi mittels eines Helikopters aus den Bergen. Auch der Nogyosai Ginrin Showa wurde gerettet und in einem Fischhaus im Tal untergebracht. Im darauf folgenden Sommer sollten die Koi sich in einem sehr großen Mudpond erholen und den Stress abbauen. Von den Jumbo Fischen der Shinoda Koi Farm konnten fünf Tiere (alle über 90 Zentimeter) nicht wieder geerntet werden.

Heute produziert Shinoda
> 35.000 Tosai
vor dem Erdbeben
> 50.000 Tosai
> 3.000 Nisai und
> 400 Sansai
Von ihrem Zuchtgebiet verlor die Farm
durch das Erdbeben 15.000
Quadratmeter. Sie konnte jedoch 9.000
Quadratmeter hinzukaufen und produziert
heute auf
> 34.000 Quadratmetern.
Insgesamt ist die Farm ca. 100.000
Quadratmeter groß.

Shinoda Koi Farm

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Shinoda harvest 2012

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