Coniasou

Hiroi Koi Farm, Koguriyama, Niigata

Hiroi2Hiroi1Yozen Hausname

Die Familie Hiroi betrieb eine Reisfarm und züchtete im Nebenerwerb Koi. Wie bei vielen Familien wurden die Koi Larven mit den Reispflanzen auf den Feldern ausgebracht. Der Großvater Chutarou Hiroi handelte auch sehr viel mit den Koi Nachzuchten seiner Nachbarn. Der kleine Cuniyasou begann bereits im Alter von zehn Jahren dies dem Vater gleich zu tun. Der Vater ermutigte ihn zum Handeln, er wollte seinen Sohn schon sehr bald auf sein späteres Leben vorbereiten. Namhafte Züchter der Koguriyama Region verkauften ihm Koi. Auch die Familie Hansuke verkaufte Koi an die Familie Hiroi. Von dieser Familie stammten sehr gute Tomoin Kohaku, die der Sohn gerne behalten hätte. Der Vater lehrte ihm jedoch das das Geschäft über privaten Interessen steht, und somit verkaufte er die Tiere. Später erreichten sie sehr gute Plazierungen bei großen Wettbewerben. Der kleine Cuniyasou verdiente sich schon sehr früh sein eigenes Geld. Er kaufte Koi von anderen Züchtern auf und verkaufte diese an wohlhabende Geschäftsleute weiter. Die Kunden dieser Tage versuchten ihn oft mit Spielzeug zu bestechen, jedoch hatten sie damit wenig Erfolg. Um das Jahr 1965 begann die Familie ihre Reisfelder in Mudponds umzuwandeln. Die Regierung hatte nach dem Zweiten Weltkrieg die Devise ausgegeben die Landbevölkerung solle, um die Ernährung zu sichern, vermehrt Reis anbauen. Mitte der sechziger Jahre hatte das angebaute Kontingent jedoch den Bedarf weit überschritten und so begann die Regierung Ausgleichsgelder für jedes Feld, das stillgelegt wurde zu zahlen. So begannen viele Familien in Niigata ihre Reisfelder stillzulegen, die Regierungsgelder anzufordern und die Felder in Teiche umzuwandeln. Auch versendete die Familie Koi Nachzuchten in andere Teile des Landes. Auf den Transporten nach Osaka verwand man 50 Liter Wasser um 70 Einjährige (Tosai) 24 Stunden ohne Begleitung mit dem Zug zu versenden.

Bei teuren, mehrjährigen Tieren war dann Begleitpersonal dabei. Dieses hatte die Aufgabe den Fischen während des Transports Sauerstoff in Form von Luft dem Wasser unterzumischen. Zu Beginn züchtete Cuniyasou Jinbei Sanke in reiner Verpaarung. Das Weibchen fiel durch den hervorragend weißen Untergrund auf. Die Nachzuchten dieses Paares hatten sehr viel Ähnlichkeit mit Showa und Shiro Utsuri. Die meisten Züchter bevorzugen Jinbei Sanke aufgrund ihrer guten Sumi Qualität. Cuniyasou jedoch züchtete mit dieser Linie wegen ihrer guten Qualität des Rots. Jedoch konnte die Farm zu dieser Zeit mit Go Sanke Varietäten kein Geld verdienen. Der Markt verlangte nach Metallic Varietäten wie Ogon, Kujaku und der neu erschienenen Varietät Plachina der Marusei Koi Farm. In dieser Zeit setzte Kuniyasu sich das Ziel Goshiki zu züchten. Er verpaarte Kohaku mit Asagi und kreierte so seine eigene Goshiki Linie. Kuniyasu ist der einzigste Goshiki Züchter, der konform mit den japanischen Koi Büchern die Verpaarung Kohaku mit Asagi als Ursprung von Goshiki benennt. Die Asagi dieser Epoche waren sehr viel dunkler gezeichnet als die Asagi die wir heute kennen. Diese Asagi glichen vielmehr Matsuba Varianten mit ihrem dunklen Pinienzapfenmuster. Die Goshiki in dieser Zeit waren folgerichtig auch sehr dunkel, annähernd schwarz gefärbt. Er verpaarte Goshiki mit Goshiki und kreuzte auch immer wieder Kohaku mit ein, so entstanden die Goshiki, die er heute noch erfolgreich züchtet. Im Jahr 1975 begann er mit der Zucht von Showa, die heute seine Favoriten sind. Er versuchte es mit verschiedenen Verpaarungen, jedoch ohne Erfolg. Ein Freund von ihm war damals in der Lage ein Kobayashi Paar zu kaufen. Cuniyasou war so versessen auf gute Zuchtfische, dass er die gesamte Nachkommenschaft eines Jahres aufkaufte um diese dann Jahr für Jahr zu selektieren, um so an die gewünschten hochwertigen Zuchtfische zu kommen. Jedoch erneut, nach mehreren Jahren, verblieb ihm lediglich ein einziger Showa, der seinem Qualitätsanspruch genügte. Er verpaarte dieses Kobayashi Weibchen mit einem Männchen seiner eigenen Showa, konnte jedoch wiederum kein befriedigendes Ergebnis erzielen. Kuniyasu nach den vielen Fehlschlägen entmutigt fragte nun Suzuki aus Junidaira um Hilfe und dieser verkaufte ihm ein Showa Weibchen, das er mit seinem Männchen verpaarte. Die erste Nachzucht dieser Verpaarung selektierte er gemeinsam mit Suzuki und dabei wurde ihm auch klar welche Fehler er all die Jahre begangen hatte und warum seine Art der Selektion nicht zu dem gewünschten Ergebnis führte. Heute blickt Kuniyasu zurück und ist den Vorfahren der heutigen Züchter dankbar für das Erschaffen der Koi Welt. Er besitzt heute drei Fischhäuser, genug, um auch seinen Söhnen die Zukunft zu sichern. Vor 36 Jahren erbauten sie das erste Koi Haus in Isawa. Sie wählten diesen Ort aufgrund der heißen vulkanischen Quellen. Zu dieser Zeit brauchte man noch 10 Stunden, um mit dem Auto nach Isawa zu gelangen. In Niigata hatte man damals noch nicht das Wissen wie man ein Koi Haus im Winter beheizen könnte. Sechs Jahre später erbauten sie das erste Koi Haus ihrer Familie am Koguriyama. Sein Bruder Yasugi betreibt heute noch die Hiroi Koi Farm in Isawa. Zum Züchten jedoch kommt der Bruder jedes Jahr wieder zurück nach Niigata, wo er den Sommer über verbleibt. Auch die beiden Zwillingssöhne von Cuniyasou werden die Tradition fortsetzen, auch wenn der Vater ursprünglich, zumindest für den jüngeren, andere Pläne hatte. Der ältere machte eine Lehre bei dem Koi Händler Shin Takataki in Osaka, der ihm das Verkaufen und Verhandeln lernen sollte. Währenddessen sollte der jüngere Sohn eine Lehre in der Rinderzucht bestreiten. Teil der Abmachung war, dass der Sohn bei der Rinderzucht mindestens für zwei Jahre bliebe und wenn es ihm dann immer noch nicht gefällt darf er auf die Farm zurückkehren.

Nach eineinhalb Jahren kam der Sohn zurück und der Vater musste einsehen das seine Kinder für die Koiwelt geboren waren und auch keinen anderen Weg einschlagen würden. Der jüngere Bruder machte daraufhin ein zweite Lehre bei der Narita Koi Farm. Er verbrachte drei Jahre in Kumaki. Hier befindet sich eine Nebenstelle der Narita Koi Farm deren Hauptsitz in Toyama ist. Die ersten beiden Jahre verbrachte er auf der Farm gegen Bezahlung, wie es heute vom Staat für Unternehmen vorgeschrieben ist. Ein weiteres Jahr bleiben die Lehrlinge ohne Bezahlung auf der Farm um sich für das Erlernte zu bedanken. Früher war es üblich die gesamte Lehrzeit nur gegen Essen und Unterkunft zu verbringen. Auf der heutigen Hiroi Koi Farm, Niigata, sind die Besitzverhältnisse in Bezug auf die Koi dreigeteilt. Das heißt, manche der Koi gehören dem Vater, andere dem älteren Zwillingsbruder und wieder andere dem jüngeren Bruder. Zwischen diesen drei Parteien herrscht ein stetiger Wettstreit um die besseren Koi. Am Ende des Jahres wird anhand des erzielten Umsatzes beurteilt wer am besten abgeschnitten hat. Selektiert werden die Jungbruten zunächst von den beiden Brüdern und erst zuletzt vom Vater, der nicht selten doch noch die besseren Nachzuchten erkennt.

Die Farm hat
> 30.000 Quadratmeter Zuchtgebiet,
> 100.000 Quadratmeter Mudponds
aufgeteilt in 50 Teiche.
20 bis 25 Verpaarungen im Jahr
produzieren
> 65.000 Tosai,
> 2000 Nisai,
> 200 Sansai und
> 50 Yonsai.

Hiroi Koi Farm

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Nisai harvest

Coniasou Goshiki 2011

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