Hasegawa

Hasegawa Koi Farm, Ojiya, Niigata

HasegawaMitsuo Hasegawa ist Architekt von Beruf und arbeitete bis 2005 im Büro der elterlichen Baufirma. Diese Arbeit forderte von ihm einen Ausgleich, den er in der Natur mit dem Umgang mit Koi fand. Mit der Koi Zucht begann er 1970. Viele Züchter haben Mitszuo Hasegawa beeinflusst, denn die Baufirma der Eltern baute und plante die Fischhäuser der Koi Züchter. So kam er mit den Züchtern geschäftlich zusammen und begegnete diesen auf einer anderen Ebene als die normalen Koi Hobbyzüchter. Den Vater der Torazo Koi Farm, Hiroshi Kawakami, bezeichnet Hasegawa dabei als seinen größten Einfluss. Seine Kohaku Zucht gründet sich auf ein Weibchen, das sehr reines Tomoin Blut vererbte. Die Linie seiner Koi Männchen geht auf Manso Blut zurück, sodass er die Merkmale der Tomoin Linie mit den Vorzügen der Manso Linie verpaarte. Das hervorstechende Merkmal der Tomoin Linie ist der schneeweiße Untergrund und das seidig glänzende Rot. Die Manso Linie zeichnet sich durch ihren sehr kraftvollen, hochrückigen Körperbau und ihr enormes Potenzial zum Größenwachstum aus. Diese Merkmale versuchte Hasegawa bei seinen Nachzuchten zu vereinen und zu festigen.

Das Tomoin Weibchen besaß ein Kamisori Kiwa während das Manso Männchen über Maruzome Kiwa verfügte. Seine Nachzuchten tragen beide Kiwa Varianten. Auch Hasegawa hält von einem starken, künstlich herbeigeführten Wachstum der Nachzuchten nichts. Jumbo Tosai, wie sie von verschiedenen führenden Züchtern produziert werden, sind für ihn nicht von Interesse. Er will seine Fische durch starke Elterntiere und natürliche Haltungsbedingungen zu stabiler und dauerhafter Schönheit verhelfen. Seine Tosai sind im ersten Winter nur 8 bis 15 Zentimeter groß. Die Vorgehensweise anderer Farmen die, die Tiere in beheizten Becken mit reiner Sauerstoffeinspeisung schon im ersten Jahr auf über 30 Zentimeter wachsen lassen, lehnt Hasegawa ab. Erwachsene Tiere, die unter solchen Bedingungen aufgezogen wurden können ihre Schönheit nur für sehr kurze Zeit halten. Er möchte, genau wie Dainichi, Koi produzieren, die sich durch kraftvolle Schönheit und natürliche Ausstrahlung auszeichnen. Sein größter Erfolg war es 2003 ein Tomoin Weibchen an die Dainichi Koi Farm verkauft zu haben. Mano selbst hatte ihn um einen Fisch gebeten, mit dem er das Tomoin Blut seiner Nachzuchten wieder stärker zum Tragen bringen wollte. Im Jahr 1985 begann Hasegawa auch mit der Zucht von Sanke. Bei diesen Anfängen versuchte er die Kreuzung von Jinbei und Sadazo Blutlinien. Aber auch er musste bald feststellen, dass sich die Jinbei Linie nicht mit anderen Sanke Linien verträgt (siehe hierzu auch Jinbei Koi Farm). Heute züchtet er mit Tieren, die Sadazo und Matsunosuke Blut besitzen. Die Matsunosuke Linie stammt von der Familie Sakai ab, die in den Bergen Niigatas die Yamamatzu Koi Farm betreibt und in Isawa das Isawa Koi Center.

Im selben Jahr begann er auch mit der Zucht von Showa. Seine Showa Linie ist mit einem Weibchen der Dainichi Linie und einem Männchen der Kobayashi Linie aufgebaut, das er von Suda erworben hat.

Die Hasegawa Koi Farm züchtet auf sehr begrenztem Raum. Für andere Farmen nicht vorstellbar, produziert Hasegawa seine Fische in nur zehn Mudponds, welche zusammen eine Fläche von nur etwa
> 10.000 Quadratmetern besitzen.
Trotzdem ist er in der Lage
> 20.000 Tosai zu produzieren.
Diese einjährigen Jungfische hält er den Winter über in einem Betonbecken und selektiert dann im Frühjahr 1200 Stück für die weitere Aufzucht aus.

Layout 1